Mit dem Tod von Adolf Netzer verliert Ladis einen Landwirt, der die bäuerliche Gemeinschaft und insbesondere die Grauviehzucht über Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt hat.
Sein besonderes Engagement galt der Grauviehzucht, die ihm weit mehr war als Erwerbsgrundlage. Als Obmann des Grauvieh-Zuchtvereines Ladis von 1980 bis 1996, sowie als Gebietsobmann und Vorstandsmitglied auf Verbandsebene, setzte er sich mit großem Einsatz für die Zucht, Erhaltung und Weiterentwicklung der Rasse ein. Mit Fachwissen und persönlicher Überzeugung vertrat er die Anliegen der Züchter und trug wesentlich zur Stärkung der Rasse im Oberland bei.
Auch darüber hinaus übernahm Adolf Netzer vielfältige Verantwortung in der Landwirtschaft. Als Ortsbauernobmann (1984–1996), Agrarobmann (1985–2000) sowie als Alpmeister und Bergmeister gestaltete er die Nutzung und Pflege der Kulturlandschaft aktiv mit. Sein Wirken war stets darauf ausgerichtet, die bäuerlichen Grundlagen nachhaltig zu sichern.
Darüber hinaus stellte er sich in den Dienst der Allgemeinheit – als Gemeinderat, Vizebürgermeister und Mitglied der Feuerwehr. In all seinen Funktionen blieb er stets der Landwirtschaft und den Menschen seiner Heimat eng verbunden.
Adolf Netzer war ein Mann klarer Haltung, großer Erfahrung und verlässlicher Tatkraft. Mit ihm verliert die bäuerliche Gemeinschaft einen engagierten Vertreter, einen überzeugten Förderer der Grauviehzucht und einen Menschen, der bleibende Spuren hinterlässt.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.



