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Stierstation Birkenberg

Einzigartiges Zuchtprogramm verlangt besondere Maßnahmen

In den letzten Jahren gab es bei den kosmopolitischen Rassen eine züchterische Revolution. Der Zuchtwert der Tiere kann aus organischem Material wie Haare, Gewebeproben oder Sperma bestimmt werden. Die Folge daraus war, dass sich das Besamungswesen weltweit fundamental geändert hat.

Auch der Tiroler Grauviehzuchtverband hat diesbezüglich viel Geld investiert, es wurde ein eigenes Forschungsprojekt für die Rassen Pinzgauer und Grauvieh in Auftrag gegeben. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass dies für diese Rassen derzeit nicht möglich ist.

Dies beweist wieder einmal, dass lokale Rassen ihre speziellen Wege in der Zucht gehen müssen. Zusätzlich hat das Tiroler Grauvieh eine besondere Herausforderung zu meistern. Zum Einem ist ein anerkanntes Generhaltungszuchtprogramm umzusetzen, zum Anderem sind gewisse Leistungseigenschaften zu verbessern. Grundlage dazu ist ein funktionierendes Besamungsprogramm.

Besonderheiten

Die erste Besonderheit ist, dass alle Jungstiere jährlich abgesamt werden. Von jedem Jahrgang werden pro Stier rund 2.000 Portionen gewonnen. Die größte Herausforderung ist, dass die Stiere aus dem Natursprung kommen und wieder in den Natursprung zurückgehen. Ebenfalls von großer Bedeutung ist, dass die Stiere nicht dem Verband gehören, sondern von den Stierbesitzern, dies sind Viehzuchtvereine, Stierhaltegemeinschaften oder Privatpersonen, zur Verfügung gestellt werden.

Gespräche mit Tierbesitzern

Wir haben Gespräche mit den Stierbesitzern geführt und sie gefragt, ob sie uns die Stiere auch dann zur Verfügung stellen, wenn sie außerhalb von Tirol abgesamt werden. Einige sahen darin kein Problem, für andere wäre dies nicht in Frage gekommen. Sie hätten sich nicht zur Gänze verwehrt, jedoch die Stiere erst dann zur Verfügung gestellt, wenn sie aus dem Deckeinsatz ausgeschieden wären.

Dies wäre für die Grauviehzucht ein herber Verlust gewesen, da zu diesem Zeitpunkt viele genetisch interessante Stiere verloren gegangen wären. Gründe dafür sind von verschiedenen Ursprung.

Die kontinuierliche Beschickung einer Besamungsstation ist auf Grund der saisonalen Deckperiode nicht möglich. Die Stierbesitzer stellen die Stiere generell nach der 1. Sprungperiode im Sommer zur Verfügung. Es ist dies der optimale Zeitpunkt für die Stiere.

Auf Grund der fehlenden Alpungsmöglichkeit würden viele Stiere im Sommer alleine im Stall stehen. Dies ist weder dem Stierhalter noch dem Stier selber zumutbar.

Derzeit werden die Stiere nach der ersten Sprungperiode abgesamt.

Seuchenrisiko vermeiden

Viele Besamungsstationen akzeptieren nicht mehr, dass Stiere eingestellt werden welche vorher im Natursprung waren. Die Besamungsstationen sehen dabei ein gewisses Gesundheitsrisiko. Der Tiroler Grauviehzuchtverband wird den Gesundheitsstatus durch vorhergehende Untersuchungen genauestens überprüfen.

Somit gilt für 80 % der Stiere folgendes Ablaufschema

  • Auswahl zur Zucht („Körung“) im Herbst
  • Deckeinsatz von Herbst bis Frühjahr
  • Stierstation - Absamung im Sommer
  • Zweiter Deckeinsatz wiederum vom Herbst bis Frühjahr


Das Betriebskonzept wurde dahingehend geändert, dass die Stiere nach dem System „all in - all out“ aufgestallt und in Quarantäne gestellt werden, anschließend werden die Stiere abgesamt.

Die Samenaufbereitung d.h. die Verdünnung, Abfüllung, Gefrierung und Auftaukontrolle haben wir an die nächstliegende Besamungsstation ausgelagert. Es ist dies CRV Deutschland in Wasserburg.

Die Samenlagerung und der Vertrieb erfolgt durch die Samendepotstelle Rotholz „SDS-Rotholz“. Die SDS-Rotholz ist eine Einrichtung der vier Rinderzuchtorganisationen des Landes Tirol und der Landwirtschaftskammer Tirol.

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