Beeindruckende Generalversammlung des Tiroler Grauviehzuchtverbandes

  

ÖR Erich Scheiber konnte als Ehrengäste unter anderem die Kammervizepräsidentin ÖR Resi Schiffmann, den Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl, ZAR/Rinderzucht Austria Obmann Anton Wagner sowie Veterinärdirektor HR Dr. Edi Wallnöfer begrüßen.

Verbandsgeschäftsführer Ing. Otto Hausegger verzichtete mit den Worten „ Das Jahr 2009 war ein äußerst erfolgreiches Jahr, jeder Züchter erhält in den nächsten Tagen den Bericht zum Nachlesen ohnehin zugestellt “, auf den üblichen Jahresbericht und präsentierte eine 10 Jahresbilanz mit Visionen für die Zukunft.

 

 

 

Zu Beginn stellte er die Bestandeszahlen und Mitgliederzahlen von 2000 und 2010 gegenüber, diese sind absolut gestiegen. Mit der Frage :“Warum züchtet man Tiroler Grauvieh?“ ging es weiter. Die Aussagen dazu sind Wirtschaftlichkeit, Anerkennung und Leidenschaft.
Ein Kerntätigkeit des Verbandes ist das Zuchtprogramm. Der Tiroler Grauviehzuchtverband stellt an erster Stelle die Generhaltung mit den Punkten Rassencharakter, Tiergesundheit und Biodiversität. Bezüglich Tiergesundheit hat der Tiroler Grauviehzuchtverband in Österreich eine einmalige Vorreiterrolle übernommen. Unter Biodiversität versteht man die Linienvielfalt innerhalb der Rasse. Das Zuchtprogramm „Alte Linien“ ist ein Programm mit Mut zur Selbstbeschränkung. Die Erfolge zeigen sich bereits, die lebenden Stiere können 9 Blutlinien zugeordnet werden, wobei keine Linie mit mehr als 5 Stieren aufscheint.

 

Beim Thema Leistungszucht bedient man sich modernen Zuchtmethoden, künftig auch der genomischen Selektion.

 

Visionen der Grauviehzucht:
Man will die problemloseste Kuh des Alpenraumes züchten, eine Kuh, die eine standortangepasste Produktion ermöglicht.
Man will weiters Mehrerlöse durch rassenspezifische Produkte erzielen, der Grauvieh Almochs ist der beste Beweis dafür, weitere Spezialprodukte sollen folgen.

 

Veterinärdirektor HR Dr. Edi Wallnöfer stellte den Grauviehbeständen und Züchtern ein gutes Zeugnis aus. Nicht ganz zufrieden ist er jedoch mit der Qualität der Arbeit der Gewebeohrmarken. Um den hohen Standard bei BVD zu halten, ist es notwendig, dass 100 % aller Kälber geprüft werden. Ein Ausbruch von BVD in einem gesunden Bestand kann verheerende Folgen haben.

 

 



ZAR Obmann Anton Wagner zeigte sich ebenfalls beeindruckt über den hohen Stellenwert der Grauviehzucht. Er unterstrich in seinen Ausführungen die Notwendigkeit gemeinsamer Strukturen. Eine Aufgabe dieser Einrichtungen kommt einer Selbstaufgabe der Züchter gleich. Als Themen der Zukunft bezeichnete er die bäuerliche und nicht die kapitalistische Landwirtschaft und Viehzucht. Als große Herausforderung sieht er auch die Qualitätssicherung in der Produktion von Lebensmitteln, diese beginnt mit der Zucht von entsprechenden Tieren.

 

Zum sechsten Mal vergab der Verband die Züchterplaketten.
Grundvoraussetzung dafür ist, dass der jeweilige Betrieb nachweisliches Interesse an der Zucht durch entsprechende Ausstellungsbeteiligung und hervorragende Managementdaten. Diese sind so definiert:

 

• -Betriebsleistung der Summe Fett- und Eiweißkilogramm mind. Verbandsdurchschnitt
• -Lebensleistung aller Kühe mind. 15.000 kg  Milch;
• -Zellzahl des Betriebes max. 150.000/ml Milch;
• -Zwischenkalbezeit  von max. 375 Tagen;
• Teilnahme an der Ausstellung im Jahre 2008 oder 2010

 

Die Träger der Züchterplaketten sind:

Auer Hubert, Schmirn
Auer Alois, Schmirn
Dengg Kassian, Bruck am Ziller
Dichtl Franz, Nassereith
Eiterer Josef, Kaunerberg
Falkner Gerhard, Sölden
Frank Christian, Fliess
Gatt Rudolf, Vals
Grabner Andreas & Carolin, Mieming
Gstrein Urban, Sölden
Gstrein Martin, Sölden
Gundolf Christian, Wenns
Hausegger Burkhard, Laengenfeld
Heiseler Robert, Ladis
Huber Martin, Grins
Kirchmair Hans, Gries am Brenner
Klapeer Franz, Nauders
Lederle Karl, Inzing
Mair Ludwig, Schwaz
Mair Helmut, Navis
Mantl-Mussack Karl, Polling
Moosmann Rafael, Tarrenz
Neururer Erich, Wenns
Nigg Josef, Kaunerberg
Ostermann Johann, Kematen in Tirol
Pernlochner Josef, Innsbruck
Schranz Jakob, Fendels
Spörr Helmut Navis
Stadler Martin, Telfs
Volgger Erich, Ellbögen
Wilhelm Ernst, Längenfeld
Wilhelm Alberich, Sölden
Wille Christoph, Fliess

Mit der Ehrung von verdienten Funktionären wurde die Generalversammlung geschlossen. Im Anschluss an die Generalversammlung luden Züchter aus Serfaus, Fiss und Ladis zum Besuch der Stallungen ein.

Die Goldene Ehrennadel des Tiroler Grauviehzuchtverband erhielt Hausegger Reinhold vom VZV Espan für 26 Jahre Tätigkeit als Zuchtbuchführer.

Martin Heidegger vom VZV Mühlbachl erhielt für 17 Jahre Probenehmertätigkeit und Auer Anton vom  VZV Kasern für 17 jährige Tätigkeit als Obmann die Silbern Ehernnadel.


Im Jahresbericht 2010 hat leider der Druckfehlerteufel zugeschlagen. Auf Seite 37. links unten lautet die richtige Bildunterschrift: Eutersiegering Zwieselstein, AT 203.686.209, Perle, V: Nicem, Klotz Heinrich, Obergurgl

 

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